FOTO Getty Images

Health

Full-Body-Workout: Gyrotonic

FOTO Getty Images

Elemente aus Tanz, Yoga, Thai Chi, Schwimmen und Gymnastik zu einem Trainingskonzept kombiniert: Was hinter dem Fitnesstrend Gyrotonic steckt.

Körper und Geist im Einklang: Mit einer Kombination aus bewusster Atmung und Dehnung der Gelenke bietet Gyrotonic ein ganzheitliches Körpertraining für mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden. Juliu Horvath hat’s erfunden: Das Trainingskonzept bieten mittlerweile weltweit mehr als 16.000 Trainer in rund 60 Ländern an. Auch in Deutschland wird die Gyrotonic-Methode immer beliebter.

Von der Idee zur weltweiten Erfolgsgeschichte

Schon während seines Studiums wurde Juliu Horvath mit 19 Jahren Solotänzer des rumänischen Staatsballetts. Als er 1970 in Italien auf Tour war, entschied sich Hovath in den USA politisches Asyl zu beantragen – er zog nach New York, wo ihn die New York City Opera prompt unter Vertrag nahm. Seitdem tourte Horvath als Tänzer mit internationalen Künstlern, bevor er zur Balletkompanie „Houston Ballet“ wechselte. Eine Verletzung der Wirbelsäule und der Achilles-Sehne bedeuten das Ende seiner Karriere als Tänzer und sind der Beginn chronischer Schmerzen. Horvath ist ab diesem Zeitpunkt in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, was seine Lebensqualität täglich negativ beeinflusst. Auch mehrere Arztbesuche halfen nicht.

Auf der Karibik-Insel St. Thomas beschäftigt sich Juliu Horvath intensiv mit Heilkunde, Akupunktur, Kundalini-Yoga und anderen östlichen Lehren – und fand damit seine Beweglichkeit zurück. Aus dem neu erworbenen Wissen und seinen bisherigen Erfahrungen entwickelt er das Bewegungssystem „Gyrokinesis“ – das anfangs als „Yoga for Dancers“ bekannt wurde und mittlerweile weltweit sehr beliebt ist: unter jung wie alt, trainert wie untrainiert. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Gyrotonic-Studios und -Kurse.

Gyrotonic
FOTO Getty Images

Der Fokus des Trainings liegt auf Wirbelsäule und Becken.

Gyrotonic
FOTO Getty Images

Mit Gyrotonic trainierst du Beweglichkeit, Kraft und Koordination.

Gyrokinesis: Das neue Bewegungs-Konzept

Grundlage aller Gyrokinesis-Übungen sind die natürlichen Grundbewegungen der Wirbelsäule: Aufrichten, Strecken und Beugen, Strecken und Kreisen sowie seitliches Beugen. Die Übungen werden als dreidimensionale Bewegungsabläufe ausgeführt, die aus der Körpermitte starten. Durch die Kombination rhythmischer Atmung, bewegende Arme und Beine strecken und kräftigen sich Binde-, Nerven-, und Muskelgewebe. Das regt wiederum den Stoffwechsel an, löst Verspannungen und dein Körper wird beweglicher. Die komplexen Bewegungsabläufe mit der richtigen Atemtechnik erfordern besonders am Anfang viel Konzentration und Koordination. Bist du bereits etwas geübter, lassen sich die Übungen auch ideal zwischendurch anwenden. Das Gute and Gyrokinesis: Die Übungen funktionieren überall und kommen ganz ohne Geräte aus.

Gyrotonic
FOTO Getty Images

Die Basis für Gyrotonic-Übungen: die natürlichen Grundbewegungen der Wirbelsäule.

5 Tipps für Dehn-Übungen zuhause

Muskulatur lockern und Verspannungen lösen: Es gibt einige Übungen, die leicht in den Alltag integriert werden können. Wir stellen dir fünf Dehn-Übungen vor:

Tipp 1 – Wirbelsäule strecken

Katzenbuckel im Vierfüßlerstand: Knie dich auf den Boden. Die Knie sind dabei hüftbreit aufgestellt. Deine Arme platzierst du vor dich, unterhalb der Schulterm. Rundrücken: Atme aus und wölbe den Rücken dabei nach oben. Das Becken drückst du dabei leicht nach vorne. Das Kinn zeigt zur Brust. Halte diese Stellung ca. 10 Sekunden. Danach kehrst du langsam in die Ausgangsposition zurück und drückst den Rücken ins Hohlkreuz. Der Kopf wird dabei leicht angehoben. Auch diese Position hältst du für einige Sekunden. Wiederhole beide Übungen abwechselnd. Achte darauf gleichmäßige Bewegungen zu machen.

Tipp 2 – Nacken dehnen

Setze dich mit aufgerichtetem Rücken auf einen Stuhl. Spanne deine Bauchmuskeln und halte dich mit der linken Hand unter der Stuhlkante fest. Der Kopf ist leicht nach rechts gedreht. Mit der rechten Hand greifst du über den Kopf. Während du ausatmest, ziehst du den Kopf nach unten zur rechten Seite. Halte diese Position kurz. Beim Einatmen löst du die Spannung und der Kopf kehrt zur Mitte zurück. Wiederhole die Übung auf der anderen Seite. Achte immer darauf, dass du während der Übungen die Schultern nicht hochziehst.

Tipp 3 – Schulterbereich lockern

Stelle dich mit waagerecht ausgestreckten Armen hin, sodass Schultern und Arme eine gerade Linie bilden. Die Handflächen zeigen auf den Boden. Ausatmen: Während du ausatmest, drehst du deine Arme, dass die Handflächen nach oben zeigen. Kurz halten. Beim Einatmen drehst du die Arme zurück zur Ausgangsposition. Achte darauf, dass du deine Schultern bewusst nach hinten unten ziehst und nicht nach oben.

Tipp 4 – Brustmuskulatur dehnen

Stelle dich aufrecht hin und schaue geradeaus. Halte beide Hände hinter dem Rücken fest. Die Arme sind dabei durchgestreckt. Die Brust wird dabei nach vorne geschoben. Achte auch bei dieser Übung darauf, dass du die Schultern nicht nach oben ziehst.

Tipp 5 – Beckenbodenmuskulatur stärken

Leg dich mit dem Rücken auf den Boden, bzw. auf eine Matte. Die Beine stellst du auf, sodass beide Füße gerade nach vorne zeigen und hüftbreit platziert sind. Die Arme liegen entspannt seitlich neben dem Körper. Beim Ausatmen: Spanne deinen Beckenboden an und hebe das Becken so weit an, dass es mit dem Oberkörper und den Oberschenkeln eine Linie bildet. Halte diese Position einige Sekunden. Ausatmen: Du begibst dich wieder in die Ausgangssituation.

Newsletter

Melde dich für unseren Newsletter an.

Folge uns