Gesellschaft

The Dark Rooms Vertical, eine Ausstellung im Dunkeln von Berlin

Von den Macher:innen von Himmel unter Berlin: Die beliebte Ausstellungsreihe „The Dark Rooms“ in Berlin kehrt zurück, diesmal unter dem Titel „The Dark Rooms Vertical.“ Was die Ausstellung zu bieten hat?

The Dark Rooms Vertical, die Idee hinter der Berliner Ausstellung

„Wie ein immer schneller werdendes Karussell“, so beschreiben die kreativen Köpfe hinter The Dark Rooms ihre geliebte Metropole Berlin. Auch wenn die Großstadt genau deshalb unglaublich viel zu bieten hat, ist Ruhe und Zeit eine menschliche Notwenigkeit. Die Licht-Ausstellung The Dark Rooms Vertical setzt genau hieran, möchte den Menschen dieses Privileg zurückgeben, wenn auch nur für ein paar Stunden. Es ist bereits die zweite Ausstellung mit dem Namen The Dark Rooms, diesmal mit dem Zusatz Vertical, was auf die Location anspielt. Dazu später mehr.

Die „The Dark Rooms“-Ausstellung von 2024 greift den Zeitgeist von Berlin auf und entzieht sich gleichzeitig dem schnelllebigen und reizüberflutenden Puls der Stadt. Wie? Alle Kunstliebhaber:innen sollen bei der Berliner Ausstellung in die Dunkelheit abtauchen, denn diese schärft die Sinne. Die Besuchenden werden zu unsichtbaren Beobachter:innen. Idee und Ziel der Licht-Ausstellung: „Die Dunkelheit ermöglicht es uns, in den Räumlichkeiten zu verschwinden und das Tempo bei der Kunstwahrnehmung zu entschleunigen“, wie die einstigen Macher:innen von Himmel unter Berlin erklären. Schwarze Kleidung ist daher mehr als willkommen.

© The Dark Rooms Vertical

Das hat die neuste „The Dark Rooms“-Ausstellung zu bieten

Nach der letzten „Himmel unter Berlin“-Veranstaltung, bei der eine ausgewählte Gruppe in den Katakomben unter Berlin spannende Kunstwerke betrachten konnte, geht es nun mit The Dark Rooms weiter. Eine Ausstellungsreihe, die erstmals 2016 ins Leben gerufen wurde. Das sind die Highlights der „The Dark Rooms“-Ausstellung 2024 in Berlin.

1. Geheime Location mit 12 Stockwerken

Neben der Dunkelheit ist die gewählte Location von „The Dark Rooms“ besonders. Der genaue Standort ist topsecret. Die Location wird den Besucher:innen erst 48 Stunden vor ihrem gebuchten Termin mitgeteilt. Nur so viel zur Location: Sie ist „unerwartet und ganz anders als ‚Himmel unter Berlin‘ – mit verlassenen alten Säulen-Hallen und Raumgroßen rostigen Stahlbecken“, wie sie selbst auf ihrer Website verraten.

Was bekannt ist: Es handelt sich um ein ehemaliges Automobilwerk mit einem stolzen Alter von 100 Jahren, das 12 Stockwerke besitzt. Sicherlich der Grund, weshalb The Dark Rooms wohl noch Vertical im Namen trägt. Bisher blieb ein Großteil des Berliner Monuments der Öffentlichkeit verschlossen. Im Rahmen der Ausstellung haben die Besucher:innen die Möglichkeit, den verwegenen Ort in einem unberührten Zustand zu erleben. Nach The Dark Rooms Vertical ist der Turm wegen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten erstmal nicht mehr zugänglich sein.

2. 11 internationale Künstler:innen bringen Licht ins Dunkel

Stockwerk für Stockwerk steigen die Besucher:innen nach oben, halten auf ihrem Weg inne, um die einnehmenden und wortwörtlich bewegenden Licht- und Sound-Installationen zu entdecken. Alle Werke der elf internationalen Künstler:innen sind in Berlin bisher ungesehen, die meisten feiern bei The Dark Rooms Vertical sogar ihre Premiere. Einige Kunstwerke wurden sogar speziell für das Gebäude erschaffen, werden also nicht nochmal woanders ausgestellt werden. Unter den Künstler:innen ist auch einer der Ausstellungsmacher:innen: Sven Sauer, dem bereits 3-fach der Emmy Award für die Visual Effects für die HBO Production „Game of Thrones“ verliehen wurde.

Die Veranstalter:innen geben an, dass mit dem Preis des Tickets lediglich die Fixkosten des Events gedeckt werden. Die Künstler:innen arbeiten ehrenamtlich oder bekommen lediglich aufkommende Kosten wie für das Material erstattet. Weitere Infos zu den einzelnen Kunstschaffenden findest du auf der Website von The Dark Rooms.

Blecherne Wellen mit Ventilatoren, The Dark Rooms Vertical
© Sizhu Li /The Dark Rooms Vertical

Werk mit dem Titel „Moonment“ von Sizhu Li, The Dark Rooms Vertical.

Zwei drehende bunte Blasen, durch Metallstab verbunden, The Dark Rooms Vertical
© Stefan van Oosterhout /The Dark Rooms Vertical

Kunstwerk von Philip Vermeulen, The Dark Rooms Vertical.

3. Die Bar von The Dark Rooms Vertical

Die Location ist einzigartig, der Aufstieg durch die gesamte Ausstellung lang. Da es sich bei der Wahl des Ausstellungsortes um ein altes Gebäude ohne Aufzug handelt, erfolgt der Aufstieg über Treppen. Das kleine Workout wird mittig der vertikalen Ausstellung mit einem Bar-Besuch belohnt, wobei der erste Drink im Preis des Tickets enthalten ist.

Aktuelle Infos zur „The Dark Rooms“-Ausstellung

Leider sind die Tore zu der einmaligen Ausstellung The Dark Rooms Vertical seit dem 4. Februar 2024 geschlossen, doch Fans und Kunstliebhaber:innen können sich dafür bereits auf eine Fortsetzung der Ausstellungsreihe Himmel unter Berlin freuen: Diese soll 2025 erneut zum Leben erweckt werden.

Judith Püschner
Autorin Judith Püschner

Judith liebt das Leben mitten in der Metropole Köln. Ihr Gespür für spannende Storys führt sie regelmäßig zu außergewöhnlichen Themen mit aktuellem Zeitgeist. Schon seit ihrer Kindheit folgt sie ihrer Passion, dem Schreiben; seit zwei Jahren nun auch als Redakteurin. Besonders begeistern sie die Themen Psychologie, DIY und Yoga. Bereiche, über die sie als Online-Redakteurin schreibt und die sie gerne ihrer Freizeit ausübt. Ein Gespür für ästhetische Einrichtung besitzt sie bereits seit ihrem Studium im Bereich Design. Seither entdeckt sie immer wieder neue Design-Innovationen und einzigartige Architekturen, über die sie auf kronendach berichtet. 

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